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Geschossdecken sind aus brandschutztechnischer Sicht zunächst nach den Materialien zu unterscheiden, aus denen sie hergestellt sind.

Decken aus Massivbaustoffen

Vor allem bei einer Umnutzung mehrgeschossiger Gebäude kann auch bei Massivdecken im Bestand ein konkret und aktuell nachweisbarer Feuerwiderstand gefordert werden. 

Die unzähligen und zum Teil gravierenden historischen und regionalen Unterschiede machen allerdings die einheitliche Beurteilung eines wahrscheinlichen Brandverhaltens unmöglich. Selbst für den Einzelfall bringen die mitunter sehr aufwändigen Bauteilanalysen nicht immer gesicherte Erkenntnisse. 

In der DIN 4102 sind deshalb typische Deckenkonstruktionen mit ähnlichen, für das Brandverhalten relevanten, Merkmalen zu repräsentativen Prüfaufbauten zusammengefasst. Auf dieser Grundlage wird mit realen Brandversuchen die Eignung von baulichen Maßnahmen zur Ertüchtigung sicher nachgewiesen.

Die brandschutztechnische Klassifizierung einer Massivdecke gilt generell für den geprüften Verbund von historischer Bestandsdecke und Brandschutzbekleidung. 

Stein- und Stahlbetondecken, F 90-A 

Ertüchtigung durch direkte Plattenbekleidung, abgehängte oder freitragende Unterdeckenkonstruktionen 

Stahlstein- und Stahlbetondecken, F 60-A, F 90-A

Ertüchtigung durch Direktbekleidung oder eine Plattenbefestigung mit Unterkonstruktion zum Höhenausgleich

Betondeckung von Stahl- und Spannbeton

Direkte Plattenbekleidung als brandschutztechnischer Ersatz für fehlende Bewehrungsüberdeckung


Trapezblechdecken

Im Stahlleichtbau, aber auch bei der Sanierung von Gebäuden werden mitunter Trapezbleche mit Aufbeton als Geschossdecken eingesetzt. Die Formbleche dienen hierbei als verlorene Schalung und haben im Gebrauchszustand außerdem eine tragende Funktion.

Bei einer Brandeinwirkung von unten würde das Trapezblech sehr schnell seine Tragfähigkeit verlieren. Eine unterseitige Brandschutzbekleidung schützt die Gesamtkonstruktion zuverlässig vor frühzeitigem Versagen. 

Trapezblech mit Aufbeton, F 60-A/F 90-A

Direkte Plattenbekleidung ohne zusätzliche Unterkonstruktion

Holzbalkendecken

Anders als bei Massivbaustoffen ist im Brandfall bei Holzbalkendecken vor allem die Brennbarkeit des Materials von Bedeutung. Eine unterseitige Brandschutzbekleidung gewährleistet über den jeweils erforderlichen Zeitraum einen sicheren Raumabschluss. 

Holzbalkendecken, F 30-B bis F 90-B

Direkt befestigte Plattenbekleidung unter Bestandsdecken ohne oder mit Einschüben und vorhandenen Putzschichten

Holzbalkendecken, F 60-B

Ertüchtigung für ausschließlich von oben zugängliche oder statisch verstärkte Deckenkonstruktionen

Brandschutz Lösungen

  • Promat Konstruktionen

    180.10 Bekleidung/Unterdecke für historische Stein- und Stahlbetondecken, F 90-A

    180.40 Unterdecke für historische Stein- und Stahlbetondecken, freitragend, F 90-A

    180.50 Bekleidung/Unterdecke für Stahlstein- und Stahlbetondecken, F 60-A, F 90-A

    480 Bekleidung für Stahlbetondecken, 30 min bis 240 min

    435.40 Bekleidung für Trapezblechdecken mit Aufbeton, F 30-A, F 90-A

    128.10 Bekleidung für Holzbalkendecken, F 30-B

    128.20 Bekleidung für Holzbalkendecken, F 60-B

    128.21 Bekleidung für Holzbalkendecken mit Verstärkungsprofilen aus Stahl, F 60-B

    128.22 Bekleidung für Holzbalkendecken, F 60-B

    128.30 Bekleidung für Holzbalkendecken, F 90-B

    128.31 Unterdecke für Holzbalkendecken, abgehängt, F 90-B