Um die Brandschutzanforderungen entsprechend den Landesbauordnungen erfüllen zu können, müssen Bauteile für eine normative Klassifizierung nach DIN 4102 oder DIN EN 13501 nachgewiesen sein. Für die Prüfung wird die in der ISO 834 festgelegte Einheits-Temperaturzeitkurve (ETK) verwendet, die auch in der DIN 4102 enthalten ist und in die europäische Normenreihe DIN EN 1363 aufgenommen wurde. Die Einheits-Temperaturzeitkurve ist u. a. aus Modellbränden für Wohnungen und vergleichbaren Nutzungseinheiten abgeleitet worden, wobei die Phase der Brandentstehung nicht berücksichtigt ist. Für Bereiche oder Bauwerke, die anders genutzt werden oder über den Personenschutz hinaus einer besonderen brandschutztechnischen Betrachtung bedürfen, kann durchaus ebenfalls die ETK, aber auch von ihr abweichende Brandverlaufsmodelle zur Bewertung herangezogen werden.

Promat Brandschutz Lösungen im Industriebau Industrieanlagen Verkehrsanlagen

ETK – Einheits-Temperaturzeitkurve

  • Darstellung – Einheits-Temperaturzeitkurve

    • Abgeminderte ETK: 
    Brandprüfungen an nichttragenden, raumabschließenden Außenbauteilen werden mit einer gegenüber der ETK abgeminderten Temperaturzeitkurve durchgeführt, da sich bei natürlichen Bränden durch die Vermischung mit der Außenluft geringere Temperaturen ergeben (siehe DIN 4102-3). 

    • Schwelfeuerkurve: 
    Bauteile sind zusätzlich nach dieser Temperaturverlaufskurve zu prüfen, wenn sich ein langsam entwickelnder Brand ungünstiger auf ihr Verhalten auswirken kann als ein Vollbrand (siehe DIN 4102-11). 

    • Hydrocarbon-Kurve: 
    Bei Ölbränden oder Bränden bestimmter Kunststoffe kommt es zu einem schnellen Temperaturanstieg und höheren Brandtemperaturen.

    • RABT/ZTV-ING-Tunnelkurve: 
    Tunnelbauwerke in Deutschland werden technisch nach den „Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln“ (RABT) geprüft. Brandschutztechnisch sind sie entsprechend den „Zusätzlichen technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Ingenieurbauten“ (ZTV-ING), Teil 5 nachzuweisen. 

    • Rijkswaterstaat-Tunnelkurve: 
    Bei internationalen Projekten ist unter bestimmten Voraussetzungen auch die in den Niederlanden verwendete „Rijkswaterstaat-Tunnelkurve“ (RWS) die Prüfgrundlage. Bei dieser Beanspruchung werden die höchsten Brandtemperaturen erreicht.

Promat Lösungen Brandschutz in Tunnelbauwerken

Anwendungsbereiche

  • Industrie- und Verkehrsanlagen, Tunnelbauwerke u. a.

    Brandschutz im Industriebau 

    Mit Promat-Konstruktionen können sowohl bauordnungs- als auch versicherungsrechtliche Anforderungen mit zum Teil viel höheren Beanspruchungen erfüllt werden.

    • Brandwände und Wände zur Trennung von Brandbekämpfungsabschnitten, Komplextrennwände 
    • Dächer 
    • Gebäudetragwerk

    Brandschutz in Tunnelbauwerken 

    Entsprechend den spezifischen Brandszenarien in Verkehrstunneln hat Promat die Eignung zahlreicher baulicher Brandschutzmaßnahmen nachgewiesen. 

    • Wand- und Deckenbekleidungen für die Standsicherheit des Bauwerks 
    • Abtrennung von Rettungswegen und Schutzräumen 
    • Rauchabzug 
    • Funktionserhalt für elektrische Leitungen

  • Promat-Lösungen – Brandschutz im Industriebau

    450.81 Trennwand mit Stahlprofilen, tragend, F 90-A

    450.90 Brandwand/Trennwand mit Stahlprofilen, tragend, F 90-A/F 180-A

    450.91 Brandwand/Komplextrennwand mit Stahlprofilen, tragend, F 90-A/F 180-A

    450.93 Brandwand mit Metallständern, tragend, F 90-A

    135.15 Bekleidung für Trapezblechdächer, F 60-A

    435.20 Bekleidung für Trapezblechdächer, F 90-AB

    435.25 Unterdecke für Trapezblechdächer, abgehängt, F 90-AB

    415 Bekleidung für Stahlstützen, F 30-A – F 180-A

    445 Bekleidung für Stahlunterzüge, F 30-A – F 180-A

    445.86 Bekleidung für runde Stahlstützen, F 30-A – F 120-A

    Weitere Lösungen für Anwendungen mit besonderen Anforderungen auf Anfrage.